Mannschaftsdienlich vs. TTR-schädigend

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Mathias
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Mannschaftsdienlich vs. TTR-schädigend

Beitragvon Mathias » 19.09.2013, 12:56

Hallo,

in der Kreisliga Mainz ist ein Spieler im vorderen Paarkreuz so aufopferungsvoll (nicht ironisch gemeint!), dass er schon fünf Einzel! mit 0:11/0:11/0:11 hergeschenkt hat.

Das ist gemeinhin ja mehr als mannschaftsdienlich, weil der Rest der Mannschaft nicht aufrücken muss und man muss auch sonst keine Ersatzspieler aus dem Ärmel zaubern.

Auch die Gegner sind sicherlich nicht ganz unzufrieden, da man ganz leicht Punkte (TTR) einstreicht ohne sich großartig abzumühen.

Nichts desto trotz habe ich mich schon ein wenig gewundert, dass ledigliches Händeschütteln TTR-mäßig dann so abgestraft wird (in diesem konkreten Fall gleichmal so um die Minus 40 Punkte) und andere ohne eigentliches Zutun lässig Punkte einstreichen.

War das früher nicht so, dass beim bspw. verletzungsbedingten Abschenken die Punkte zwar für die Mannschaft zählten aber nicht in das Punktesystem 9,0 / 6,0 / 4,0 eingingen, oder habe ich das falsch in Erinnerung. Ich war fast schon ein wenig entsetzt, wie ein eigentlich feiner Zug gegenüber der eigenen Mannschaft zeitgleich so hart abgestraft wird. Ist das generell so vorgesehen, dass solche Geschenke in das Punkte-System eingehen oder aber kann das System es einfach nicht erkennen und bräuchte an der richtigen Stelle einen "Anschubser".

Für mich selbst käme ein Antreten im Sinne der Mannschaft bestenfalls für ein Spiel in Frage (in dem man sich gerade verletzt) ansonsten wären mir die saisonlang schwer erkämpften TTR-Punkte (und ein Anstieg von 50 Punkten kann ja wirklich lange dauern) dann irgendwie doch zu schade, als dass ich sie innerhalb von 3-4 Spielen pulverisieren lasse.

Also Chapeau für die Entscheidung des dauerhaften Hinstellens und Minuspunkte abkassieren - aber bei allem Einsatz und oftmals "Arschaufreißen" für die Mannschaft - das ginge mir dann doch eine Spur zu weit.

Gruß
Mathias

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Peter Buchmann
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Re: Mannschaftsdienlich vs. TTR-schädigend

Beitragvon Peter Buchmann » 19.09.2013, 22:07

Tatsächlich muss ein Ergebnis einer Begegnung dann zählen, wenn der Spieler angetreten ist. Auch früher gab es im 9/6/4-System dafür 0 Punkte. Wäre dies nicht so, dann könnte man ja jedes Spiel, das man zu verlieren befürchtet, einfach "schenken" und damit einen Punktabzug vermeiden.

Es ist also im Rahmen der Fairness nicht zu vermeiden, dass der "verletzte" Spieler massiv Punkte verliert, wenn er weiterhin antritt. Bei der Aufstellung zur nächsten Halbrunde ergeben sich dann zwei Möglichkeiten:

1) Er wird nach gesunkenem TTR-Wert aufgestellt
2) Mit Hilfe eines Attests wird die Verletzung sowie die Gesundung nachgewiesen. Der Klassenleiter kann im Rahmen des TTR-Werts entscheiden ob einer Höhereinstufung, als durch den gesunkenen TTR-Wert gerechtfertigt wäre, genehmigt werden kann.

Tom M.
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Re: Mannschaftsdienlich vs. TTR-schädigend

Beitragvon Tom M. » 21.09.2013, 21:07

Normalerweise und genau genommen dürfte ein dauerverletzter Spieler garnicht antreten, da die Regelung meines Erachtens eigentlich für während eines Spieles auftretende Verletzungen gilt. Ein Antreten mit bekannter Verletzung müßte eigentlich als unsportliches Verhalten geahndet werden. Nur wo will man da die Grenzen ziehen, es ist ja nicht bei jedem Spiel ein Facharzt zur Stelle, der das beurteilen kann. Daher wird diese Regelung auch zwangsweise für "Dauerkranke " genutzt. :wink:


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