** Mutivationsgeschrei **

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tt-hans
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** Mutivationsgeschrei **

Beitragvon tt-hans » 22.06.2016, 16:05

Habe mir zufällig das TT-Spiel von Anton Kallberg (Swe) gegen Tomokazy Harimoto (JPN) 12 Jahre alt bei den < Korea Open > zu finden unter http://www.ittf.com angeschaut.. Der Junge ist ja jetzt schon , was das Mutivationsgebrüll angeht , voll daneben.. :smt069 ..Meine Meinung : Völlig übertrieben..Auch wenn er erst 12 Jahre ist , bin ich der Meinung , man sollte Ihm diese Schreianfälle in dieser übertriebenen Form untersagen...Also , wer Lust hat sich einen guten , aber auch in seinem Verhalten bisher einmaligen.. :smt023 Jungspund.. :smt023 anzuschauen , der besuche mal die < Korea Open > auf //// http://www.ittf.com ///
mit sportlichem Gruß
Hans.. :smt024
Das Reh springt hoch ,das Reh springt weit,warum auch nicht es hat ja Zeit.

DirkFriedrich
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Re: ** Mutivationsgeschrei **

Beitragvon DirkFriedrich » 23.06.2016, 12:45

Den Blick muss man nicht so weit schweifen lassen. Dieses Verhalten findet sich auch bei uns.
Ein Jugendspieler von (damals) Weißenthurm-Kettig ist durch sein Verhalten bei den DPMV 2015
in Gütersloh bis heute in absolut negativer Erinnerung. Leider wurde er von seinen "erwachsenen"
Begleitern in seinem Verhalten noch bestärkt.

ElmarRein
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Re: ** Mutivationsgeschrei **

Beitragvon ElmarRein » 24.06.2016, 17:22

Leider muss ich in letzter Zeit immer wieder feststellen, dass sich das idiotische Geschrei wieder verbreitet. Dieses hat meines Erachtens nichts mit Motivation oder Emotionen zu tun hat. Dieses dient einzig und alleine dazu, den Gegner wie auch immer zu beeinträchtigen und dessen Konzentration zu durchkreuzen. Es ist ein billiges, leider auch gebilligtes psychologisches Kampfmittel im Tischtennis.

Ich habe nichts dagegen, ...
    wenn ein wirklich großartiger Ballwechsel gefeiert wird,
    wenn nach hundert Versuchen der erste Topspin auf die Platte kommt, begleitet von einem befreiendem "Geht doch!",
    wenn in einer entscheidenden oder sehr spannenden Szene ein "Jawoll" geschmettert wird,
    wenn der fünfte Netzball im Satz mit einem freundlichen "Scheiß Netz" begrüßt wird.

Ich bin selbst nicht emotionslos und manchmal platzt auch mir der Kragen ... und dann kann es auch mal laut werden (hoffentlich fühlt sich keiner meiner Gegener unfair betroffen). Ich bin eben mit Leib und Seele Tischtennisspieler und gebe immer alles. Aber die Grundeinstellung sollte immer so sein, dass wir zusammen miteinander Tischtennis spielen, man sich nach dem Spiel in die Augen sehen kann und man am Ende stolz auf seine Leistung sein kann oder die des anderen anerkennt. OK, gerade letzters ist nicht immer leicht.

Ich habe aber was gegen ...
    :evil: ein jeden Punkt begleitendes "Tschoooooo",
    :evil: ständig gestreckte Fäuste,
    :evil: andauerndes Kommentieren eines jeden Balles.

Und da gerade Jugendspieler dies sehr gerne übernehmen, auf der anderen Seite aber noch oft nicht gelernt haben, ihre eigene Konzentration gezielt wieder hochzufahren, geht der Schuß oft nach hinten los. Aus diesem Grunde sollte jeder Erwachsene als Vorbild vorangehen und nicht jeden billigen Ball frenetisch feiern und übertrieben kommentieren. Echte Vorbilder wie Timo Boll, Ma Long oder Vladimir Samsonov zeigen sich immer als hoch konzentrierte Sportler, deren Emotionen dann hochkommen, wenn es sich lohnt. Aber jeder von uns ist ein Vorbild für die Jugendlichen im eigenen Verein.


Wer outet sich hier und meldet wohl entgegen dem bisherigem Trend die Meinung, dass das beschriebene Verhalten die eigene Leistung steigert und Jugendlichen weiterhin gezielt beigebracht wird oder zumindest bei Ihnen geduldet???
Das wäre nun ein geeigneter Zeitpunkt darüber zu diskutieren.

Decker
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Re: ** Motivationsgeschrei **

Beitragvon Decker » 02.09.2016, 10:00

Hallo,
ich habe kürzlich leider auch ein "negatives" Beispiel eines jungen Erwachsenen beim Rheinland-Cup am eigenen Leib erfahren müssen und möchte mich meinem Vorredner Elmar Rein voll und ganz anschließen. Es muss nicht jeder Punkt mit "Tschooo" oder was auch immer kommentiert, gefeiert werden.
Es ist wohl auch so, daß diese Spieler in ihrem Verein nur teilweise auf ein "sportliches" Verhalten hingewiesen werden.
Die Spieler sind noch jung und viell. merken sie irgendwann selbst, dass sie damit nicht nur ihren Gegner permanent stören sondern auch sich selbst.


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