Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Diskussionen um Regelfragen vor, während und nach dem Spiel
d.weljesemer
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon d.weljesemer » 27.02.2016, 13:39

Wenn ich als Abteilungsleiter einen so entscheidenden Schritt mache wie das Zurückziehen einer Mannschaft, dann schaue ich vor der Spielersitzung schon mal in der WO nach und wenn ich nichts finde, dann setz ich mich mit der Geschäftsstelle in Verbindung und kläre die Folgen ab!
Und wenn dann die 5 verbliebenen Spieler sagen, die Rückrunde spielen wir nicht, dann sind sie in der nächsten Halbserie halt Ersatz.
Ich halte auch in der Nacht an einer roten Ampel, auch wenn im Umkreis von tausenden von Metern kein weiteres Auto ist.
Nicht immer blos Jammern, es werden immer Funktionäre gesucht und einiges kann man dann ändern

kantenball
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon kantenball » 27.02.2016, 14:23

d.weljesemer hat geschrieben:...
Und wenn dann die 5 verbliebenen Spieler sagen, die Rückrunde spielen wir nicht, dann sind sie in der nächsten Halbserie halt Ersatz.
...

Obendrein haben diese 5 auch sich selbst keinen Gefallen getan. Sofern die Betreffenden über einen Vereinswechsel nachdenken und im RTTV verbleiben gilt weiterhin die WO und die Reservespielereigenschaft.
Einzigste Ausnahme ist die Meldung in der untersten Mannschaft eines Vereins, welche ohne Stammspielerkriterien gebildet werden kann (WO D §7d). Dann schlägt jedoch die Sperrvermerksregelung nach WO D §5c zu.
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oder
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon oder » 27.02.2016, 14:45

Hallo zusammen, falls Rheindürkheim die Entscheidung natürlich im Bewußtsein der Regelungen der WO getroffen hat (und sie stellen ja auch eine Klassenleiterin), nur um den Aufstieg der 2 nachfolgenden Mannschaften nicht zu gefährden, kann ich die Abstimmung im SPA mittlerweile durchaus nachvollziehen. Denke man sollte die Regelung trotzdem dahingehend ändern, dass Mannschaften nur von unten zurückgezogen werden können. Und es ist natürlich auch korrekt, dass sich der Verein bei den entsprechenden Stellen hätte vorab informieren und gezielt nachfragen können. Die Regelung bezüglich des Reservespielerstatus beim Zurückziehen macht aber unabhängig von allen Meinungen nicht wirklich Sinn.

Viele Grüße

Christian

pj
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon pj » 27.02.2016, 17:23

Warum Rheindürkheim diese Entscheidung getroffen hat, darf im Entscheidungsgremium keine Rolle spielen! Wir sind doch nicht in einer Diktatur wo nach persönlichem befinden einfach mal so entschieden wird, weil einer die Gründe nicht nachvollziehen kann.
Es sind neue Regeln, bei denen auch klar gesagt wurde, dass man sicher noch Nachbesserungsbedarf haben wird und Situationen auftreten können, die vorher eventuell keiner Bedacht hat. Ich als Spieler habe mich schon etwas überrumpelt gefühlt, da ich kein Mitspracherecht hatte mit zu entscheiden. Selbst die Vereine durften nicht abstimmen, was ich schon etwas merkwürdig finde... Auf dem Verbandstag wird über allerhand Zeug abgestimmt und durchgewunken, allerdings eine tiefgreifend Regeländerung darf einfach so von Wenigen bestimmt werden. Aber das ist ein grundsätzliches Problem, was hier vielleicht zu weit führt. Ich muss aber gestehen, dass ich die neuen Regeln nicht schlecht finde. Manches ist besser, manches schlechter als vorher. Man muss die neuen Regeln allerdings in eine vernünftige Richtung entfalten, oder sie wieder abschaffen, wenn keiner mehr weiß was überhaupt noch gilt, und selbst der gesunde Menschenverstand irgendwann aussetzt.
Rheindürkheim hat sicher nicht gerne zurückgezogen und muss durch Zwangsabstieg, Aufstiegssperre, ggfls Geld-Strafen und eine Sperre der Spieler der 1. Mannschaft bis Saisonende auch dafür bezahlen. Das Rheindürkheim versucht zumindest die unteren Mannschaften stabil zu halten verstehe ich absolut, ganz unabhängig davon wie das Saisonziel aussieht. Denn vor der Runde wird geklärt wer mit wem in einer Mannschaft spielen möchte und kann. Da wird auch der Heimspieltag und Fahrtgemeinschaften berücksichtigt um organisatorisch alles möglich zu machen. Wenn dann plötzlich die halbe Mannschaft wegbricht und aufrücken muss und sich dadurch eine ganz andere Zusammensetzung der Mannschaften ergibt, können organisatorische Dinge ggfls nicht mehr greifen.
Nochmal: Wir sind hier im Hobbysport unterwegs und den Vereinen sollte es möglich gemacht werden, dass sie ihrerseits den Spielern das Hobby neben Beruf und Familie ermöglichen können.
Verbandsgremien sind doch für die Vereine da, damit der Spielbetrieb möglichst reibungslos funktioniert. Die Vereine dürfen doch nicht zum Spielball von Entscheidungsträgern werden.
Wenn es da im Verband "Ehrenamtler" gibt, deren "Ehre" darin besteht, die ehrenamtliche Vereinsarbeit (vergesst auch bitte nicht welch tolle Entwicklung Rheindürkheim in den letzten Jahren genommen hatte) auch noch zu behindern, dann sollten diese Leute doch besser zurücktreten und ihren eigenen Vorgarten bewachen, bevor dort noch ein "Strohmann" vorbeikommt! :twisted:

Zum Ende noch drei Fragen, die mir vielleicht jemand hier im Forum beantworten kann:
1. Wie ist der Fall den eigentlich auf der Ebene des DTTB geregelt? Wenn z.B. eine Regionalliga-Mannschaft zurückzieht, dürfen dann im Jahr darauf in der Oberliga auch alle Spieler der Vorsaison nicht als Stammspieler zählen? Das könnte zumindest als Orientierung für eine objektive Entscheidungsfindung dienen. Schließlich hat man im Verband ja auch beim QTTR-Wert und der Sperre bei abweichender Aufstellung keine Abweichungen zum DTTB-Regelwerk zugelassen.
2. Aus welchen Personen setzten sich Sportausschuß und Beirat zusammen?
3. Wie wird man Mitglied eines solchen Gremiums?
Ich denke es wäre sinnvoll dies transparent zu machen, denn es sollte nicht sein, dass Entscheidungen, die zu einem Zusammenbruch eines Vereins führen können einfach so durchlaufen ohne die Verantwortlichen dafür zu kennen.

kantenball
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon kantenball » 27.02.2016, 17:37

pj hat geschrieben:...
2. Aus welchen Personen setzten sich Sportausschuß und Beirat zusammen?
3. Wie wird man Mitglied eines solchen Gremiums?


Ein Blick in §10 und §12 der RTTV-Satzung sollte helfen. Wenn Du dort mitmachen möchtest einfach für ein entsprechendes Ehrenamt kandidieren und wählen lassen.

Aktuelle Zusammensetzungen:
Beirat: http://www.rttv.de/wir/verbandsfuehrung/beirat/
Sportausschuss: http://www.rttv.de/wir/ausschuesse/sportausschuss/
Spieler der SG Sulzheim/Rommersheim

Patrick Pfleger
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Patrick Pfleger » 27.02.2016, 18:49

Was hier so alles vermutet und unterstellt wird...

Fakt ist und bleibt: Keinem bei uns im Verein war bewusst, daß die Reserveregelung auch für eine zurückgezogene Mannschaft gilt.
Sogar "unserer" Klassenleiterin nicht. Und dir, Klassenleiter Christian, ja wohl auch nicht, sonst hättest du uns ja bestimmt an dem Abend auf die Folgen aufmerksam gemacht.
Natascha war der Meinung, daß die anderen Mannschaften nach dem Rückzug nicht mehr aufstiegsberechtigt sind. Das haben wir aber gern in Kauf genommen, damit wir nicht alle folgenden 5 Mannschaften auseinanderreißen müssen.
Also nix kalkuliert oder geplant oder Vorteile verschafft! Es ist ab der 2. Mannschaft einfach nur alles beim Alten geblieben.

Und übrigens: Wenn die betroffenen 5 Spieler den Verein wechseln wollten, hätten sie es ja schon zur Rückrunde gekonnt. Das ist laut WO ja ausdrücklich erlaubt...!

Gruß Patrick

oder
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon oder » 27.02.2016, 20:25

Lieber Patrick,

die Äußerung mit der Klassenleiterin hat sich in keiner Weise darauf bezogen, dass sie alle Regelungen der WO auswendig kennen muß. Ich kenne mit Sicherheit auch nicht jede Regelung auswendig. Wenn man sich aber nicht sicher ist, wäre es trotzdem vielleicht sinnvoll gewesen (da man zumindest einmal die Verantwortlichen im Sportausschuss kennt) Peter Buchmann oder den Sportausschuss nochmal bezüglich aller Konsequenzen eines Rückzugs direkt anzusprechen (das habe ich zumindest immer so gehandhabt). Ich kann mich an den Wortlaut der Gespräche am 18.12.2015 nicht mehr genau entsinnen, aber ich werde mir dies auch nicht zum Vorwurf machen lassen, dass wenn ich angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit und absolut unvorbereitet vielleicht auch nicht jede Konsequenz der Rückzuges durchdacht und geäußert habe (zumal der Rückzug an diesem Abend ja nur eine Option war und final erst in der Mannschaftsmeldung zur Rückrunde mitgeteilt wurde).
Da ich nach der Runde aber eh nicht mehr als Klassenleiter tätig sein werde, lasse ich mir dies gerne anlasten.

Wenn es im RTTV so weitergeht, wird sich bald auch niemand mehr finden, der diese Aufgaben ehrenamtlich wahrnehmen wird ... (ist aber nur meine bescheidene subjektive Meinung)

Viele Grüße

Christian

oder
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon oder » 27.02.2016, 23:06

Lieber Patrick Jahn,

alle Mitglieder des Sportausschusses sind durch Vereinsvertreter gewählt und alle gehören einem Verein an und können denke ich die Vereinssicht mit Sicherheit ebenfalls nachvollziehen. Und ich denke wir können froh sein diese Ehrenamtlichen zu haben (die mit Sicherheit genügend Zeit investieren). Der Vergleich mit der Diktatur ist absolut unpassend (nach welchen Kriterien entscheidet denn z.B. der Bundestag und der Bundesrat -würdest du hier auch von einer Diktatur sprechen ?) - jeder der Stimmberechtigten im Sportausschuss hat sich mit Sicherheit Gedanken gemacht, ob man eine Abweichung von der WO in diesem Härtefall zulassen soll oder nicht.

Als weder Anwesender noch Stimmberechtigter der SPA-Sitzung habe ich lediglich in Korrektur meines ersten Beitrags geschrieben, dass ich die Nein-Stimmen etwas besser nachvollziehen kann (ohne die Gründe für die Nein-Stimmen zu kennen).

Auch wenn ich wie wiederholt geschrieben die Regelung bezüglich des Zurückziehens in Kombination mit dem Reservespielerstatus nicht für sinnvoll halte.

Deine Pauschalkritik an den Verbandsfunktionären kenne ich ja aus der Vergangenheit zur Genüge. Diese ist aber herzlich wenig zielführend.

Bewirb dich doch im Kreis Mainz für den vakant werdenden Posten des Kreissportwarts - Mainz 05 stellt ja meines Wissens aktuell nicht allzu viele Mitglieder im Sportausschuss des RTTV. Die Vereinsvertreter des Kreises Mainz müssen dich nur noch bestätigen.

Und dann kannst du bei der nächsten SPA-Sitzung zu einer anderen Entscheidung beitragen.

Viele Grüße

Christian

pj
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon pj » 28.02.2016, 00:27

Lieber Christian Oder,

es ist schade, dass Du nicht mehr Klassenleiter sein wirst nach Ende der Saison. Ehrenamtliche Arbeit ist ein teures Gut und das braucht gerade mir keiner zu erzählen. Dennoch muss es möglich sein Kritik an solcher Arbeit zu äußern. Und wenn hier keine Gründe genannt werden und die Abstimmung anonym bleibt, dann muss die Kritik wohl pauschaler ausfallen als vielleicht nötig. Im übrigen wird im Bundestag öffentlich abgestimmt und nur Personalentscheidungen sind geheim.
Es geht auch nicht um eine Abweichung von der WO, denn bisher ist dieser Fall nicht ausdrücklich geregelt, sondern wird einfach pauschal behandelt, obwohl es eine besondere Situation ist, an die im Vorfeld bei der Regelausarbeitung nicht gedacht wurde.

Deine guten Vorschläge lasse ich mir in der Tat schon seit einiger Zeit durch den Kopf gehen. Mainz 05 tut im übrigen sehr viel für den Tischtennissport in unserem Verband und würde gerne mit dem Verband für weitere Förderungen kooperieren. Daher sehe ich Mainz 05 nicht in der Pflicht, was aber auch kein Hinderungsgrund für weiteres Engagement ist.
Wenn ich mir das Gremium anschaue, dann wundert es mich allerdings noch mehr, wie man Rheindürkheim so über die Klinge springen hat lassen können. Das ist das was ich als nicht zielführend empfinde, wenn weiterhin Vereine im Tischtennissport gefördert werden sollen. Haben tatsächlich alle abgestimmt? Vermutlich nicht, denn bei 9 Leuten kommt es selten zum Patt...

Grüße und schönen Sonntag!

Patrick

PS.: Falls Du Dich persönlich austauschen willst, gerne über PN :D

Joachim Wolf
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Joachim Wolf » 28.02.2016, 00:45

Hier mal der Abschnitt der aktuellen WO betreffend des Stammspielerstatus:

d) Ein Spieler, der in einer Halbserie, abhängig von der jeweiligen Klassenstärke, nicht mindestens fünf Einsätze bei einer Klassenstärke von 11 oder mehr Mannschaften, nicht mindestens vier Einsätze bei einer Klassenstärke von 9 oder 10 Mannschaften, nichts mindestens drei Einsätze bei einer Klas- senstärke von 8 oder weniger Mannschaften erreicht, darf in der nachfolgenden Halbsaison - unter Beachtung von D 5a WO - nur als Reservespieler gemeldet werden. Hiervon wird nur bei Schwanger- schaft abgesehen. Diese Regelung gilt nicht für die unterste Mannschaft eines Vereins.

Da, wie ich mir in einem Telefongespräch mit einem Spieler von Rheindürkheim versichern ließ, es für Rheindürkheim nicht möglich war bei der Meldung der Rückrundenaufstellung die 1.MA. nicht zu erfassen, da sonst auch alle folgenden Mannschaften nicht erfasst werden konnten, wurde die 1. MA. überhaupt für die Rückrunde gemeldet obwohl man das nicht wollte.
Hätte man die Mannschaft nicht gemeldet müsste dann nämlich von den Einsätzen der Vorrunde ausgegangen werden um den Stammspielerstatus zu ermitteln und da wären alle Spieler der zurückgezogenen Mannschaft Stammspieler in der nächsten Runde.
Also empfehle ich Rheindürkheim den Fall vom Verbandsrichter klären zu lassen, denn dass die Meldung für die Rückrunde von Rheindürkheim abgeben wurde ist im Sportausschuss ein wichtiger Punkt bei der Entscheidungsfindung gewesen.

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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Peter Buchmann » 28.02.2016, 02:16

Joachim Wolf hat geschrieben:Da, wie ich mir in einem Telefongespräch mit einem Spieler von Rheindürkheim versichern ließ, es für Rheindürkheim nicht möglich war bei der Meldung der Rückrundenaufstellung die 1.MA. nicht zu erfassen, da sonst auch alle folgenden Mannschaften nicht erfasst werden konnten, wurde die 1. MA. überhaupt für die Rückrunde gemeldet obwohl man das nicht wollte.
Hätte man die Mannschaft nicht gemeldet müsste dann nämlich von den Einsätzen der Vorrunde ausgegangen werden um den Stammspielerstatus zu ermitteln und da wären alle Spieler der zurückgezogenen Mannschaft Stammspieler in der nächsten Runde.
Also empfehle ich Rheindürkheim den Fall vom Verbandsrichter klären zu lassen, denn dass die Meldung für die Rückrunde von Rheindürkheim abgeben wurde ist im Sportausschuss ein wichtiger Punkt bei der Entscheidungsfindung gewesen.


Der Termin der Zurückziehung ist tatsächlich sehr relevant. Folgende Szenarien fallen mir da ein und argumentiere mit Logik und nicht mit WOs:
1) Ein Rückzug während der Rückrunde ist der einfachste Fall. Die Mannschaft war für die Rückrunde aufgestellt und fertig.
2) Die Mannschaft wird in der Hinrunde bereits zurückgezogen. Dann gehe ich davon aus, dass diese Mannschaft mit genau den Spielern auch in der Rückrunde nicht spielen kann. Wenn dann einer der betroffenen Spieler zur Rückrunde den Verein wechselt, dann kann man nicht verlangen, dass jemand aus einer unteren Mannschaft hoch gemeldet werden muss, um die Sollstärke aufzufüllen.
3) Schwierig wird ein Rückzug in der Zeit zwischen den Halbrunden (nach Anfang des Meldefensters). Es gibt jedoch nur eine Aufstellung zur Hinrunde und eine zur Rückrunde und ich kann jeweils nur eine Mannschaft mit einer dieser Aufstellungen zurückziehen. Wenn das Meldefenster bereits offen ist, dann ist die Hinrunden Aufstellung nicht mehr gültig und man muss dann eine Meldung einer Mannschaft benennen, auch wenn man sie zurückziehen will. Man muss dann zumindest erst mal die Mannschaft mit sechs Stammspielern besetzen bevor man sie zurückziehen kann. Ansonsten könnte man ja Spieler einfach runtermelden.

Denkbare Szenarien:
A) Kurz vor Ende der Rückrunde: Sollte eine Mannschaft aus einer Klasse absteigen und einige der Spieler sich noch keinen Stammspieler Status erspielt haben, so könnte der Verein auf die Idee kommen die Mannschaft kurz vor Ende der Runde einfach zurückzuziehen. Man könnte argumentieren, dass die Spieler nun nicht mehr die Gelegenheit haben sich den Status zu erspielen und darauf pochen, dass sie in der neuen Runde wieder Stammspieler sind.
B) Zurückziehungen in der Hinrunde und bis kurz vor der Hälfte der Rückrunde würden IMMER dazu führen, dass Spieler in der folgenden Runde keinen Stammspieler-Status mehr haben. Dies ist der aktuelle Fall Rheindürkheim.

Fall B ist ein extremer Fall A. In Fall A würde wahrscheinlich jeder die Forderung des Vereins die Spieler als Stammspieler zuzulassen ablehnen. Aber wo macht man den Schnitt, wenn man im Fall B die Spieler als Stammspieler gelten lassen will? Nach dem ersten gespielten Spiel?

Für mich bedeutet dies: Unsere aktuelle Stammspieler-Regelung harmoniert nur mit Zurückziehungen, wenn diese am Ende der Runde erfolgen oder wenn die Spieler der zurückgezogenen Mannschaft, solange es nicht die unterste Mannschaft ist, in oberen Mannschaften sich den Stammspielerstatus noch erspielen können. Ich bitte dies in Zukunft zu bedenken!!

Übrigens hatten wir bisher die Regel, dass wir pro Halbrunde drei Einsätze für den Stammspielerstatus gefordert hatten. Es gab in der Vergangenheit bereits einige Zurückziehungen zur Rückrunde, bei denen diese Regel der drei Einsätze jedoch fälschlicherweise nicht angewandt wurde. Die Thematik ist also nicht grundsätzlich neu, sie wurde nun nur korrekt interpretiert.

Daher meine klare Meinung: Die Stammspielerregel wurde hier vom Sportausschuss vollkommen korrekt und konsequent angewandt. Wegen der fehlerhaften Auslegung in der Vergangenheit und der Härte des aktuellen Präzedenzfalles wäre eine einmalige Aussetzung der Regel mit deutlicher Klarstellung für zukünftige Fälle durchaus vorstellbar gewesen.

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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Peter Buchmann » 28.02.2016, 12:30

Peter Buchmann hat geschrieben:Daher meine klare Meinung: Die Stammspielerregel wurde hier vom Sportausschuss vollkommen korrekt und konsequent angewandt. Wegen der fehlerhaften Auslegung in der Vergangenheit und der Härte des aktuellen Präzedenzfalles wäre eine einmalige Aussetzung der Regel mit deutlicher Klarstellung für zukünftige Fälle durchaus vorstellbar gewesen.


Natürlich muss es einem Verein selbst überlassen werden eine Mannschaft zurückzuziehen, wenn er der Meinung ist, den Spielbetrieb der Mannschaft nicht mehr aufrecht erhalten zu können. Aber wenn ich mir den Antrag von Rheindürkheim genauer ansehe, so habe ich folgendes Bauchgefühl: Die Mannschaft hätte ohne weiteres weiterspielen können, denn fünf der sechs Spieler werden von Rheindürkheim selbst weiter als Stammspieler angesehen. Es hätte also nur ein einziger Spieler aufrücken müssen, bzw. man hätte diesen einen Platz über vermehrten Ersatz auffüllen können.

Durch den Rückzug hat man also die unteren Mannschaften vor dem "Ausbluten nach oben" geschützt. Ich sehe daher tatsächlich eine Lücke in unserer WO und zwar folgende: Ich bin der Meinung, dass bei einem Rückzug nicht nur die zurück gezogene Mannschaft in der folgenden Saison eine Aufstiegssperre erhalten sollte, sondern jede Mannschaft unterhalb der zurück gezogenen Mannschaft in der Saison des Rückzugs mit einer Aufstiegssperre belegt werden sollte.

Auch wenn dieser Vorschlag zu einer WO-Änderung möglicherweise keine Mehrheit findet, so möchte ich diese Idee einfach mal zur Diskussion stellen.

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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon kantenball » 28.02.2016, 12:51

Peter Buchmann hat geschrieben:...
Durch den Rückzug hat man also die unteren Mannschaften vor dem "Ausbluten nach oben" geschützt. Ich sehe daher tatsächlich eine Lücke in unserer WO und zwar folgende: Ich bin der Meinung, dass bei einem Rückzug nicht nur die zurück gezogene Mannschaft in der folgenden Saison eine Aufstiegssperre erhalten sollte, sondern jede Mannschaft unterhalb der zurück gezogenen Mannschaft in der Saison des Rückzugs mit einer Aufstiegssperre belegt werden sollte.

Auch wenn dieser Vorschlag zu einer WO-Änderung möglicherweise keine Mehrheit findet, so möchte ich diese Idee einfach mal zur Diskussion stellen.


Aus meiner Sicht kann man das ganze Theater um Stammspieler, Zeitpunkt des Zurückziehens, kaskadierende Aufstiegssperren usw. mit einer ganz einfachen Regel erschlagen (welche im Thread auch schon angedeutet wurde):

Code: Alles auswählen

Es kann jeweils nur die unterste Mannschaft eines Vereins zurückgezogen werden. Soll eine übergeordnete Mannschaft zurückgezogen werden so sind alle darunter befindlichen Mannschaften eines Vereins gleichzeitig zurückzuziehen. Die Einsatzzahlen betroffener Spieler/innen zurückgezogener Mannschaften werden für diese Mannschaften über die gesamte Spielzeit genullt. Ein Stammspielerstatus kann infolge nur noch durch Ersatzspielereinsatz in höheren, weiterhin am Spielbetrieb der lfd. Saison teilnehmender Mannschaften erreicht werden.

Möchte ein Verein eine obere Mannschaft zurückziehen so sind kaskadisch alle weiteren unterhalb ebenfalls zurückzuziehen. Zieht man mehr als die unterste Mannschaft zurück so darf man in der kommenden Saison ohne sonstige Zugänge oder Ersatzeinsätze nur noch die derzeit höchstspielende Mannschaft melden (Stammspielerstatus in der untersten Mannschaft nicht erforderlich). Einen solchen Rückzug wird sich ein Verein folglich sehr gut überlegen und vieles darauf geben maximal die unterste Mannschaft abzumelden.
Eine derartige Regel ist zwar knallhart, läßt jedoch kaum Interpretationsspielraum zu und schafft klare Verhältnisse für alle Beteiligten. Dann kann man sich eine Diskussion wie sie derzeit geführt wird künftig sparen.
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Joachim Wolf » 07.03.2016, 22:20

Man kann sich auch überlegen ob man zukünftig nicht mehr nach einer viel zu umfangreichen Wettspielordung seinem Hobby nachgehen möchte.
In anderen Sportarten gibt es auch schon bunte Ligen, die sich nicht von teilweise unsinnigen Regelungen Bevormunden lassen wollten.
Ich könnte mir vorstellen, dass es im Tischtennissport in Rheinhessen auch Interesse an so einer Alternative gibt.

ClausTrophobie
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Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon ClausTrophobie » 08.03.2016, 10:35

Moin,

auf den ersten Blick klingt bunte Liga reizvoll.
Auf den zweiten fehlt dem Tischtennis die kritische Masse an Spielern für so was.
Wir werden ohnehin ständig weniger. Wenn sich die Leute, die überhaupt noch spielen, auf zwei Organisationen aufteilen, wird ein reizvoller Spielbetrieb unmöglich.
Außerdem finde ich persönlich auch den Kampf um Auf- und Abstieg sowie um TTR-Punkte reizvoll.
Würde eher bei beidem mitmachen :D

Ich war bei den Debatten um die WO nicht dabei. Ich frage mich aber, ob man sich nicht mal die Ordnungen anderer Verbände angucken kann, wie die bestimmte Dinge regeln.

Folgen des Zürückziehens wurde ausgiebig diskutiert, da gibt es durchaus Für und Wieder.
Das man eine 1. Mannschaft zurückzieht und z.B. 5 Spieler nach unten rutschen und der Verein dann die unteren Ligen aufmischt, hat auch einen schalen Beigeschmack und erzeugt böses Blut bei der Konkurrenz. (Ich rede hier nur von möglichen Konsequenzen und nicht von den Motiven im aktuellen Fall!) Persönlich hätte ich auch nicht dagegen wenn die WO bleibt wie sie ist und man sie mal einige Zeit testet und ggf. modifiziert.
Für Konfliktfälle hat man den Sportausschuss. Dieser ist legitimiert und fällt auch mal Entscheidungen, die nicht jedem passen, that´s life.

Grüße Ingo von Budenheim
Giant Dragon Fiberenergy AL
Spinlord Keiler 1,5
Joola Samba Plus 1,8


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