Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Diskussionen um Regelfragen vor, während und nach dem Spiel
Joachim Wolf
Beiträge: 1229
Registriert: 08.06.2005, 07:27
Wohnort: Mainz

Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Joachim Wolf » 08.03.2016, 11:15

ClausTrophobie hat geschrieben:Moin,

auf den ersten Blick klingt bunte Liga reizvoll.
Auf den zweiten fehlt dem Tischtennis die kritische Masse an Spielern für so was.
Wir werden ohnehin ständig weniger. Wenn sich die Leute, die überhaupt noch spielen, auf zwei Organisationen aufteilen, wird ein reizvoller Spielbetrieb unmöglich.
Außerdem finde ich persönlich auch den Kampf um Auf- und Abstieg sowie um TTR-Punkte reizvoll.
Würde eher bei beidem mitmachen :D

Ist auch in bunten Ligen beides möglich. Wenn genug Mannschaften mitmachen kann man mehrere Ligen bilden und mit dem Programm das für die Betriebsrunde verwendet wird ist auch eine TTR-Punkte-Ermittlung möglich

Ich war bei den Debatten um die WO nicht dabei. Ich frage mich aber, ob man sich nicht mal die Ordnungen anderer Verbände angucken kann, wie die bestimmte Dinge regeln.

Hat man sich angeschaut und dann etwas ganz eigenes gestrickt.

Folgen des Zürückziehens wurde ausgiebig diskutiert, da gibt es durchaus Für und Wieder.
Das man eine 1. Mannschaft zurückzieht und z.B. 5 Spieler nach unten rutschen und der Verein dann die unteren Ligen aufmischt, hat auch einen schalen Beigeschmack und erzeugt böses Blut bei der Konkurrenz. (Ich rede hier nur von möglichen Konsequenzen und nicht von den Motiven im aktuellen Fall!)

1. würde die zurückgezogene Mannschaft in der folgenden Runde für den Aufstieg gesperrt und 2. werden aktuell auch div. Ligen von Mannschaften aufgemischt die sich durch Neuzugänge verstärkt haben, ob mit oder finanzielle Anreize

Persönlich hätte ich auch nicht dagegen wenn die WO bleibt wie sie ist und man sie mal einige Zeit testet und ggf. modifiziert.
Für Konfliktfälle hat man den Sportausschuss. Dieser ist legitimiert und fällt auch mal Entscheidungen, die nicht jedem passen, that´s life.

Grüße Ingo von Budenheim

Joachim Wolf
Beiträge: 1229
Registriert: 08.06.2005, 07:27
Wohnort: Mainz

Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Joachim Wolf » 08.03.2016, 15:18

Wie ich gerade im Protokoll der Sportausschussitzung vom 18.02.16 lesen konnte, gilt die Regelung der Mindesteinsätze für Spieler aus zurückgezogenen Mannschaften in anderen Verbänden nicht.
Da hier keine Gleichbehandlung der Spieler aus unserem Verband erfolgt, sollte man das bei einem evtl. Einspruch von Rheindürkheim gegen die Ablehnung ihres Antrags berücksichtigen.

pj
Beiträge: 33
Registriert: 28.08.2010, 11:05

Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon pj » 08.03.2016, 20:40

Joachim Wolf hat geschrieben:Wie ich gerade im Protokoll der Sportausschussitzung vom 18.02.16 lesen konnte, gilt die Regelung der Mindesteinsätze für Spieler aus zurückgezogenen Mannschaften in anderen Verbänden nicht.
Da hier keine Gleichbehandlung der Spieler aus unserem Verband erfolgt, sollte man das bei einem evtl. Einspruch von Rheindürkheim gegen die Ablehnung ihres Antrags berücksichtigen.


Ganz ehrlich: Es hätte mich auch gewundert, wenn noch ein Verband auf so eine Schnapsidee gekommen wäre :twisted:

Peter hatte ja sogar geschrieben, dass es diese "bescheidene" Regelung schon länger in unserem Verband gab, nur jetzt erst "korrekt" ausgelegt wird. Was dabei verwundert ist, dass sich trotz jahrelanger "unkorrekter" Handhabung bzw. Nichtbeachtung dieser Regel, nie Beschwerden von Vereinen oder Funktionären gekommen sind und sich keiner benachteiligt gefühlt hat. Aber jetzt plötzlich soll das ein Problem sein nach dem Rückzug erneut die Spieler als Stammspieler melden zu können, obwohl sie nie eine Chance darauf haben einen Stammspieler-Status zu erspielen.

Sorry, aber mehr als Kopfschütteln kann ich zu dem Thema nicht mehr...

Das Abmelden einer Mannschaft kann nie ein taktischer Vorteil sein, da man ja schließlich zwangsläufig absteigt. Und schon gar nicht ist es im Sinne der übrig gebliebenen Spieler, die gerne ihrem Hobby nachgehen würden. Warum man das Problem der oberen Mannschaft sofort zum Problem für alle unteren Mannschaften und damit für den ganzen Verein machen muss, wird sich mir wohl in diesem Leben nicht mehr erschließen.

ClausTrophobie
Beiträge: 46
Registriert: 27.07.2007, 11:57

Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon ClausTrophobie » 09.03.2016, 12:16

pj hat geschrieben:
Das Abmelden einer Mannschaft kann nie ein taktischer Vorteil sein, da man ja schließlich zwangsläufig absteigt. Und schon gar nicht ist es im Sinne der übrig gebliebenen Spieler, die gerne ihrem Hobby nachgehen würden. Warum man das Problem der oberen Mannschaft sofort zum Problem für alle unteren Mannschaften und damit für den ganzen Verein machen muss, wird sich mir wohl in diesem Leben nicht mehr erschließen.


Hm, das denkbare Szenario ist einfach: 1. Mannschaft zieht zurück, weil z.B. zwei Leute weggehen, die 2. Mannschaft in der Klasse darunter wird von oben "befüllt" und steigt deswegen auf. Der erste Nichtaufsteiger schaut in die Röhre.
Man kann das so und so sehen, Ich könnte Missmut beim Nichtaufsteiger nachvollziehen. Klar kann man argumentieren, hätte die Mannschaft von vorneherein so gestanden, wäre sie sowieso aufgestiegen, andererseits reißt sich der Nichtaufsteiger evtl. den Allerwertesten auf und auf einmal ändern sich die Voraussetzungen völlig.

Und da ist für mich das Auflösen einer Mannschaft noch ein anderes Ding als echte Neuzugänge, wobei es im Endeffekt auf dasselbe rauslaufen kann.
Giant Dragon Fiberenergy AL
Spinlord Keiler 1,5
Joola Samba Plus 1,8

Joachim Wolf
Beiträge: 1229
Registriert: 08.06.2005, 07:27
Wohnort: Mainz

Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Joachim Wolf » 09.03.2016, 22:51

ClausTrophobie hat geschrieben:
pj hat geschrieben:
Das Abmelden einer Mannschaft kann nie ein taktischer Vorteil sein, da man ja schließlich zwangsläufig absteigt. Und schon gar nicht ist es im Sinne der übrig gebliebenen Spieler, die gerne ihrem Hobby nachgehen würden. Warum man das Problem der oberen Mannschaft sofort zum Problem für alle unteren Mannschaften und damit für den ganzen Verein machen muss, wird sich mir wohl in diesem Leben nicht mehr erschließen.


Hm, das denkbare Szenario ist einfach: 1. Mannschaft zieht zurück, weil z.B. zwei Leute weggehen, die 2. Mannschaft in der Klasse darunter wird von oben "befüllt" und steigt deswegen auf. Der erste Nichtaufsteiger schaut in die Röhre.
Man kann das so und so sehen, Ich könnte Missmut beim Nichtaufsteiger nachvollziehen. Klar kann man argumentieren, hätte die Mannschaft von vorneherein so gestanden, wäre sie sowieso aufgestiegen, andererseits reißt sich der Nichtaufsteiger evtl. den Allerwertesten auf und auf einmal ändern sich die Voraussetzungen völlig.

Und da ist für mich das Auflösen einer Mannschaft noch ein anderes Ding als echte Neuzugänge, wobei es im Endeffekt auf dasselbe rauslaufen kann.


Sollte die 1. Ma. komplett zurückgezogen werden und nicht nur um eine Klasse zurück, dann würde die ehemalige 2. Ma. gesperrt für den Aufstieg. Also würde keiner in die Röhre schauen.

Schupfer
Beiträge: 20
Registriert: 01.06.2010, 10:55

Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Schupfer » 10.03.2016, 09:12

Die nahe liegenden Folge des Zurückziehens einer 1. Mannschaft vor der RR ist doch die Tatsache, dass keine Spieler aus einer unteren Mannschaft nachrücken müssen und mehrere Mannschaften hierdurch nicht geschwächt werden, während andere Vereine ihre Mannschaften umbauen müssen, wenn Spieler in der VR nicht auf ihre Pflichteinsätze kommen. Wenn bei den unteren Mannschaften noch Auf- oder Abstiegskandidaten sind, macht das durchaus Sinn. Ist die Strafe dann für eine Mannschaft, die ohnehin abgestiegen wäre und absehbar nicht direkt wieder aufsteigen würde, überhaupt eine wirkliche Strafe?

Die Folgen aus der aktuellen Regelauslegung sind aber schon ziemlich herb. Ich würde auch dafür plädieren, dass man in der Satzung einfach ausschließt, dass eine 1. Mannschaft zu welchem Zeitpunkt auch immer zurück gezogen wird. Dann können alle Beteiligten nicht in eine so schwierige Situation geraten.

Franz-Josef Gruenen
Beiträge: 29
Registriert: 10.09.2006, 12:00
Wohnort: Bodenheim
Kontaktdaten:

Re: Folgen des Zurückziehens einer Mannschaft

Beitragvon Franz-Josef Gruenen » 12.03.2016, 12:35

Schupfer hat geschrieben:Die nahe liegenden Folge des Zurückziehens einer 1. Mannschaft vor der RR ist doch die Tatsache, dass keine Spieler aus einer unteren Mannschaft nachrücken müssen und mehrere Mannschaften hierdurch nicht geschwächt werden, während andere Vereine ihre Mannschaften umbauen müssen, wenn Spieler in der VR nicht auf ihre Pflichteinsätze kommen. Wenn bei den unteren Mannschaften noch Auf- oder Abstiegskandidaten sind, macht das durchaus Sinn. Ist die Strafe dann für eine Mannschaft, die ohnehin abgestiegen wäre und absehbar nicht direkt wieder aufsteigen würde, überhaupt eine wirkliche Strafe?

Die Folgen aus der aktuellen Regelauslegung sind aber schon ziemlich herb. Ich würde auch dafür plädieren, dass man in der Satzung einfach ausschließt, dass eine 1. Mannschaft zu welchem Zeitpunkt auch immer zurück gezogen wird. Dann können alle Beteiligten nicht in eine so schwierige Situation geraten.


"Schupfer" hat die Sachlage auf den Punkt gebracht. Guter Beitrag. Ob man allerdings regeltechnisch ausschließen sollte, dass eine 1. Mannschaft zurückgezogen werden kann, möchte ich noch in Frage stellen. Warum die Freiheit der Vereine einschränken. Wenn ein Verein sich freiwillig entscheidet seine 1 Mannschaft zurückzuziehen, dann muss der Verein auch mit den Folgen seiner Entscheidung leben.
Das bedeutet auch nicht den Tod vieler Vereine, wie einer hier geschrieben hat, da es äußerst selten vorkommt. Im Normalfall gehen die Vereine den Weg von unten aufzustocken.


Zurück zu „Regeln“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast