Ovtcharov positiv getestet!

Diskussionen um Regelfragen vor, während und nach dem Spiel
Thorsten Eppelmann
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Beitragvon Thorsten Eppelmann » 25.09.2010, 12:58


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Werner Schäfer
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Beitragvon Werner Schäfer » 26.09.2010, 18:29

Thorsten Eppelmann hat geschrieben:Jetzt gehen auch Boll und Co. zur Haaranalyse

http://www.spin.de/news/boll_und_co_in_affaere_ovtcharov_zur_haarprobe

Irgendwo müsste ja auch noch die Haarprobe von Christoph Daum rumliegen - vielleicht trägt die ja auch zur Entlastung bei...

Aber im Ernst: Wenn man in Bolls Haaren auch was findet, entlastet das ja wohl nicht Ovtcharov, sondern belastet eher Boll.
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Thorsten Eppelmann
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Beitragvon Thorsten Eppelmann » 28.09.2010, 15:40

Du scheinst davon auszugehen, dass der Nachweis von verbotenen Substanzen oder auch erhöhten Blutwerten ein Beweis für Doping ist. Tatsächlich handelt es sich aber um ein Indiz, welches zwar auf Doping hinweist, welches aber auch durch andere Umstände erklärt werden kann.

Bei der Bekämpfung von Doping gibt es die unsinnige Regelung der Beweislastumkehr. Das heißt ein Verdächtiger muss seine Unschuld beweisen. Unschuld heißt in diesem Fall vor allem, dass der Athlet nicht die Absicht hatte, durch Einnahme verbotener Substanzen seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Das Motiv spielt also eine große Rolle.

Ob sich im Körper des Athleten verbotene Substanzen befinden spielt bei der Frage der Schuld eine nachgelagerte Rolle. Deshalb sind ja auch alle Profiradfahrer schwerkrank und können ohne Medikamente kaum leben. :-D

Ein Nachweiß von Clenbuterol in den Haaren von Boll oder anderen, kann insofern schon hilfreich für Ovtcharov sein, solange dieser seine Geschichte glaubwürdiger macht. Eine Belastung von Bolls Haaren im Zeitraum des Chinaaufenthaltes, keine Spuren des Stoffes im Zeitraum davor wären also aus Ovtcharovs Sicht ideal.

Joachim Wolf
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Beitragvon Joachim Wolf » 28.09.2010, 15:50

Thorsten Eppelmann hat geschrieben:Ein Nachweiß von Clenbuterol in den Haaren von Boll oder anderen, kann insofern schon hilfreich für Ovtcharov sein, solange dieser seine Geschichte glaubwürdiger macht. Eine Belastung von Bolls Haaren im Zeitraum des Chinaaufenthaltes, keine Spuren des Stoffes im Zeitraum davor wären also aus Ovtcharovs Sicht ideal.


Ideal wäre ein Nachweis in den Haaren der Trainer und Betreuer, denn das wäre ein klarer Hinweis, dass es an der Nahrung gelegen haben kann.

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Beitragvon Thorsten Eppelmann » 28.09.2010, 15:56

Ich finde es im Übrigen bemerkenswert, dass sich aufgrund der Dopingvorwürfe gegen einen Athleten auch andere Athleten auf verbotene Substanzen untersuchen lassen und dabei auch das Risko eingehen, dass etwas gefunden wird.

Ich kenne keinen vergleichbaren Fall in einer anderen Sportart und das deutet für mich darauf hin, dass das deutsche Tischtennis frei von Doping ist.

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Beitragvon Lee » 28.09.2010, 16:10

Ob das gewolltes Doping ist oder nicht spielt doch gar keine Rolle, denn: wenn ich unwissentlich einen geklauten Dvd-spieler kaufe, betreibe ich Hehlerei; wenn ich arbeiten gehen und es erst nächsten Tag dem Arbeitsamt melde weil ich keine Zeit hatte, ist es Schwarzarbei; wenn mir beim Transport eines Farbeimers dieser aus versehen auf den Boden fällt und die Farbe in einen Gulli läuft, ist es Umweltverschmutzung; wenn ich mir die Zähne mit verunreinigter Zahnpasta putze und daraufhin des Dopings überführt werde, bin ich schuldig; wenn ich verunreinigtes Fleisch esse und des Dopings überführt werde, bin ich schuldig zu sprechen; Zitat von Kretschmann (Handball): "Ich kann ja Wochenends nirgens mehr auf ne Party gehen weil überall gekifft wird und ich das ja zwangsweise einatmen muss. Es sind zwar nur geringe Mengen aber es reicht um sich nächstentags des Dopings überführen zu lassen." Pech gehabt!

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Beitragvon Thorsten Eppelmann » 28.09.2010, 16:31

Ungewolltes Doping gibt es per Definition nicht. Die Absicht zur Leistungssteigerung ist entscheidend. Nur der Nachweis, dass keine Absicht vorlag ist in der Regel kaum möglich.

Viele Dopingmittel sind erlaubt, wenn sie als Medikament verwendet werden. Mit einem entsprechenden Krankheitsnachweiß dokumentiert der Sportler, dass er nicht seine Leistung steigern möchte, sondern seine Krankheit oder deren Symptome heilen möchte.

Der Vergleich mit den von Dir aufgezählten Fällen zieht nicht, da die Absicht dort für die Schuldfrage unerheblich ist. Beispielsweise ist ja auch eine unbeabsichtigte Tötung eines Menschen kein Mord.

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Beitragvon Dolgesheimer Profi » 30.09.2010, 16:09

so langsam muss man sich an den namen des dopingmittels gewöhnen...
wenn mir vorher jemand "Clenbuterol" an den kopf geworfen hätte hätte ich auf eine krankheit geschlossen, jetzt war auch tour de france-sieger alberto contador mit dieser substanz gedopt, scheint ja echt in mode zu sein^^
Meine Sicht der Dinge hängt von meinen Augen ab//
wenns weitergeht bring ich den Papst vom Glauben ab//
meine Eltern hatten Recht, ich leb inner eingenen Welt//
doch leider gibt es dort kein eigenes Geld//:

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Werner Schäfer
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Beitragvon Werner Schäfer » 30.09.2010, 18:12

Dolgesheimer Profi hat geschrieben:so langsam muss man sich an den namen des dopingmittels gewöhnen...
wenn mir vorher jemand "Clenbuterol" an den kopf geworfen hätte hätte ich auf eine krankheit geschlossen, jetzt war auch tour de france-sieger alberto contador mit dieser substanz gedopt, scheint ja echt in mode zu sein^^


Das muss nichts heißen - auch Radrennfahrer gehen nach einer anstrengenden Trainingseinheit gerne mal chinesisch essen... :?
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Beitragvon Manuel_Holzknecht » 30.09.2010, 19:32

Werner Schäfer hat geschrieben:Das muss nichts heißen - auch Radrennfahrer gehen nach einer anstrengenden Trainingseinheit gerne mal chinesisch essen... :?


...und fliegen dafür extra von Frankreich nach China... ;) Oder lassen sich das Rindfleisch extra aus China importieren.
Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät!

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Werner Schäfer
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Beitragvon Werner Schäfer » 30.09.2010, 20:02

Manuel_Holzknecht hat geschrieben:
Werner Schäfer hat geschrieben:Das muss nichts heißen - auch Radrennfahrer gehen nach einer anstrengenden Trainingseinheit gerne mal chinesisch essen... :?

...und fliegen dafür extra von Frankreich nach China... ;) Oder lassen sich das Rindfleisch extra aus China importieren.

Da sieht man mal, was im Zeitalter der Globalisierung alles möglich ist...! 8)
Nicht ohne Grund haben wir in unserer Mannschaft vereinbart, immer erst nach dem Spiel zum Italiener zu gehen. :wink:
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Manuel_Holzknecht
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Beitragvon Manuel_Holzknecht » 30.09.2010, 20:45

Dann passt mal schön auf, dass Euch nicht ein Dopingkontrolleur beim verlassen des Italieners auflauert :P
Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät!

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Beitragvon Thorsten Eppelmann » 15.10.2010, 15:35



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