Regelungen des Kreis Mainz Saison 2017/18

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Joachim Wolf
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Regelungen des Kreis Mainz Saison 2017/18

Beitragvon Joachim Wolf » 12.09.2017, 15:56

Am heutigen Tag habe ich gegen die Regelung über die Klasseneinteilung und Auf-/Abstieg des Kreises Mainz Saison 2017/18 (Fassung August 2017) Einspruch beim Verbandsrichter eingelegt. Da ja z.Zt. der Kreisrichterposten im Kreis vakant ist, ist der Einspruch direkt an den Verbandsrichter gegangen, da der Kreisvorstand auf meinen Einspruch nicht eingegangen ist.

Auf dem Kreistag am 15.05.2017 in Zornheim haben die Vereinsvertreter mehrheitlich beschlossen in allen Klassen des Kreises weiter mit 12 Mannschaften spielen zu wollen.
Leider wurde vom Kreis Mainz im Sportausschuss des RTTV aber nur beantragt in den Kreisklassen mit 12 Mannschaften spielen zu dürfen, was auch genehmigt wurde. Um den Mehrheitsbeschluss des Kreistages umzusetzen ist es nun erforderlich einen neuen Antrag beim Sportausschuss zu stellen, dass auch in der Kreisliga mit 12 Mannschaften gespielt werden kann und somit auch die Relegationsspiele des 10. der Kreisliga mit den zweitplatzierten Mannschaften der Kreisklassen A weiter ausgetragen werden.
Außerdem sind in beiden Staffeln der Kreisklasse A nur je Staffel höchstens ein Absteiger zu markieren, da die Klassenstärke von 12 Mannschaften nicht erreicht wurde.
Insbesondere der letzte Satz unter 8.1 der Regelungen des Kreis Mainz entspricht keinesfalls der Mehrheitsentscheidung des Kreistages.
Unter 8.1 heißt es:
In der Kreisliga wollen wir eine Sollstärke von 10 Mannschaften auch um einheitliche Bedingungen mit den anderen Kreisen im Hinblick auf die Bezirksliga zu haben.
Das will der Kreisvorstand aber nicht die Vereine die am Kreistag was anderes beschlossen haben.
Ich hoffe, dass mein Einspruch beim Verbandsrichter zu einer Entscheidung führt, die den Mehrheitswillen der Vereine respektiert.

Joachim Wolf
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Re: Regelungen des Kreis Mainz Saison 2017/18

Beitragvon Joachim Wolf » 27.11.2017, 10:58

Hier das Urteil zu meinem Einspruch gegen die Regelungen des Kreis Mainz Saison 2017/18 (Fassung August 2017)

Rheinhessischer Tischtennis-Verband
!
Urteil 24.11.2017
In dem Berufungsverfahren
des Herrn Joachim Wolf, Langentalstr. 12 B, 55130 Mainz. -Berufungsführergegen
den RTTV, vertreten durch den Sportausschuss, dieser vertreten durch seinen Vorsitzenden
(Sportwart) Joachim Lautebach -Berufungsgegnerwegen
Regelung über Klasseneinteilung und Auf-/Abstieg des Kreises Mainz Saison
2017/18
trifft der RTTV durch den Verbandsrichter Michael Schmitt folgende Entscheidung:
1. Die Berufung des Berufungsführers Joachim Wolf wird zurückgewiesen.
2. Der Berufungsführer hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.
Tatbestand
Gegenstand dieses Verfahrens ist der Beschluss des Sportausschusses, TOP 4, in
seiner Sitzung vom 12.06.2017 in Hackenheim. Gemäß Protokoll vom 09.09.2017
wurde mit 5 Ja-, 3 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung folgender Beschluss gefasst:
„TOP 4
Behandlung diverser Anträge
Sämtliche Anträge wurden seitens des Sportausschusses mehrheitlich genehmigt.
Dies betrifft
- die Abweichung von der Sollstärke von 10 Mannschaften in den Kreisklassen….“
Wie sich aus der Einladung zu der Sitzung ergibt, bezog sich dieser Antrag auf den
Kreis Mainz.
Hiergegen und gegen die vom Kreisvorstand Mainz angeblich dazu beschlossene
Regelung wendet sich der Berufungsführer mit seinem als Einspruch/Widerspruch
gekennzeichneten Schreiben vom 12.09.2017. Er macht geltend, der Kreistag habe
am 15.05.2017 mehrheitlich beschlossen, dass in allen Klassen des Kreises Mainz
weiterhin mit 12 Mannschaften je Klasse gespielt werden soll. Dies sei anschließend
beim Sportausschuss nicht richtig beantragt worden und so nur für die Kreisklassen,
aber nicht für die Kreisliga genehmigt worden. Deshalb sei dort ein neuer Antrag zu
stellen. Außerdem seien in der Kreisklasse A 1 nur 11 und in der Kreisklasse A 2 nur
10 Mannschaften eingeteilt, sodass nur höchstens ein Absteiger zu markieren sei.
Auch dies bittet er zu ändern, da eine Sollstärke von 12 Mannschaften mehrheitlich
beschlossen worden sei.
Entscheidungsgründe
Grundsätzlich wäre für die Entscheidung der Kreisrichter Mainz zuständig.
Da gegenwärtig aber diese Position nicht besetzt und auch kein Vertreter vorhanden
ist, ergibt sich die Zuständigkeit des Verbandsrichters (§ 10 Abs.1 RO).
Das Urteil durch den Verbandsrichter erfolgt gemäß §§ 28, 30 RO. Danach ist gegen
sonstige Entscheidungen der Verwaltungsbehörden, zu denen der Sportausschuss
gehört, das Rechtsmittel der Berufung zum Kreis- und Verbandsrichter gegeben.
Das Rechtsmittel des Berufungsführers kann keinen Erfolg haben, da es bereits unzulässig
ist.
Gemäß § 11 Abs.4b. RO sind zur Einlegung von Rechtsmitteln alle dem RTTV angehörenden
Vereine und alle Verbandsangehörigen als Einzelpersonen berechtigt, soweit
sie durch eine Entscheidung sachlich beschwert sind.
Dies ist beim Berufungsführer nicht der Fall. Der Beschluss des Sportausschusses
vom 12.06.2017 betrifft die Sollstärken in den Kreisklassen. Durch eine solche Entscheidung
können nur Vereine betroffen sein, bei deren Mannschaften sich dadurch
bspw. Veränderungen im Auf-/Abstieg ergeben. Eine Beschwer eines Verbandsangehörigen
als Einzelperson ist nicht gegeben.
Aus dem Schreiben des Berufungsführers vom 12.09.2017 wird deutlich, dass er
nicht für einen Verein das Rechtsmittel einlegt. So führt er im 1. Satz aus: „….. lege
ich Widerspruch ein.“ Die Unterschrift und die begleitenden Wörter kennzeichnen ihn
ebenfalls eindeutig als Einzelperson: „Mit sportlichen Grüßen Joachim Wolf, Langentalstr.
12B, 55130 Mainz“. Hieran ändert auch nichts, dass er anschließend in gedruckter
Form noch „BSV KMW Mainz“, was offenbar Betriebssportverein Kraftwerke
Mainz-Wiesbaden heißen soll, beifügt. Hierbei handelt es sich um einen Zusatz, mit
dem er offenbar seine Zugehörigkeit zu dieser BSV ausdrücken wollte. Im übrigen ist
fraglich, ob es sich hierbei überhaupt um einen Verein im Sinne der RO handelt, was
aber offen bleiben kann.
Da die Rechtsordnung in ihrem § 11 Abs. 4b. eine eigene Rechtsposition von der
rechtlichen Betroffenheit (Beschwer) abhängig macht, ist das Rechtsmittel bereits
unzulässig. Durch diese Formulierung, die im übrigen auch den gesetzlichen Regelungen
im Verwaltungsprozessrecht entspricht, wird deutlich, dass es Einzelpersonen
nicht zusteht, ohne betroffen zu sein, allgemein die Rechtmäßigkeit von Maßnahmen
von Verbandsorganen prüfen zu lassen.
Die Kostenentscheidung ergibt sich aus § 46 RO.
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen die Entscheidung kann gemäß § 7 Ziffer 3.2 RO das Rechtsmittel der Berufung
beim Sportgericht des RTTV eingelegt werden. Die Berufung muss innerhalb
von 14 Tagen nach Zustellung des Urteils eingegangen sein. Auf die §§ 38 und 41
RO wird hingewiesen.
Für die Richtigkeit der Ausfertigung:
Michael Schmitt
Festsetzung der Verfahrenskosten:
Verwaltungskosten gem. § 49 Ziffer 3 RO: Pauschale von 20,- €


Wie ihr dem Urteil entnehmen könnt wurde eine Möglichkeit gefunden überhaupt kein Urteil in der Sache aussprechen zu müssen und festgestellt, dass ich als Person und nicht als 1. Vorsitzender und Abteilungsleiter des BSV KMW Mainz den Einspruch getätigt hätte.
Das sehe ich zwar anders, werde aber wohl nicht gegen das Urteil Berufung einlegen, weil es mir einfach zu blöd ist sich weiter in der Sache mit dem RTTV auseinander zu setzen.
Da ich und wohl alle Anwesenden am Kreistag es anders sehen als es in der Stellungnahme des Kreisvorsitzenden bezüglich der Klassenstärke in der Kreisliga und den Kreisklassen ausgeführt ist, sollte man einen außerordentlichen Kreistag beantragen.
Dazu sind die Mitglieder (also die Vereine) berechtigt und der Antrag muss dann von mind. 1/5 aller Stimmen (gem. Spielberechtigungsliste am 1. des Monats der Antragstellung) gestellt werden.


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