Einführung Ehrenamtsumlage

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Joachim Wolf
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Einführung Ehrenamtsumlage

Beitragvon Joachim Wolf » 19.06.2018, 09:09

Durch die Einführung der Ehrenamtsumlage, als neue Gebühr, wurde in der Strafordnung die Strafe für fehlende Verbandsschiedsrichter ersetzt.
Hier mal der neue Punkt 16. der Beitrags- und Gebührenordnung im Wortlaut:

16. Ehrenamtsumlage
Vereine, die am 1. Januar des Jahres bereits Mitglied im RTTV waren, zahlen eine Ehrenamtsabgabe in Höhe von 75,00 Euro je angefangene 10 Spielberechtigte ab 18 Jahren. Zusätzlich werden für jede Mannschaft, die in einer Bundesspielklasse spielt, weitere 75,00 Euro fällig.
Für jeden aktiven Verbandsschiedsrichter des RTTV sowie für jedes Beiratsmitglied (mit Ausnahme der Mitglieder auf Lebenszeit) und für jeden Kreissport- und Kreisjugendwart, der vom Verein am 1. Januar des Jahres gestellt wird, erhält der Verein eine Gutschrift auf die Abgabe nach Absatz 1 in Höhe von 150,00 Euro.


Es werden also für fehlende Schiedsrichter nicht mehr je gemeldeter Mannschaft (30€ je Mannschaft) sondern nach Spielberechtigten ab 18 Jahren (75€ je 10 Spielberechtigte zum 10.06. des Jahres) in Rechnung gestellt.
Das bedeutet wohl für die meisten Vereine mit fehlenden Schiedsrichtern eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung, denn wenn bisher z.B. bei 3 gemeldeten Mannschaften 90€ zu zahlen waren sind dies nun 150€, wenn man davon ausgeht, dass bei 3 Mannschaften 20 Spielberechtigte gemeldet werden. Für Vereine mit nur einer Mannschaft bedeutet das dann sogar anstatt 30€ werden 75€ in Rechnung gestellt.
Was an der Bekanntmachung der Einführung der Ehrenamtsumlage auffällt. Das wurde nicht wie sonst üblich als Dokument zur Kenntnisnahme in click-TT zur Verfügung gestellt, sondern nur in den News auf der RRTV-Homepage am 09.05.2018 unter "RTTV amtlich: Änderung von Ordnungen" bekannt gemacht.

Wie auf dem Verbandstag auf Nachfrage bestätigt wurden in 2017 für fehlende Schiedsrichter ca. 5.600€ an Strafen vereinnahmt.
Dieser Betrag dürfte durch die Ehrenamtsumlage weit übertroffen werden und ist wohl im Haushaltsplan 2018 in der Position Beiträge, die sich erheblich erhöht hat gegenüber 2017, geplant. Gleichzeitig wurden die geplanten Einnahmen für Strafen um 5.700€ reduziert.

Es sollte sich also jeder Vereine mit fehlenden Schiedsrichtern mal durchrechnen was da in der nächsten Rechnung auf ihn zukommt.
Hier kann man auch sehen, dass eine Aussage bezüglich einer evtl. Beitrags- oder Gebührenerhöhung im Falle einer Fusion, die nur mit einem Mehrwert für die Vereine einhergehen soll, bei dieser Gebührenerhöhung auf keinen Fall zutrifft.

Präsi
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Re: Einführung Ehrenamtsumlage

Beitragvon Präsi » 19.06.2018, 13:19

Die Ehrenamtsumlage ist beschlossen worden am 26. November 2016 und steht in keinem Zusammenhang mit der Fusion.
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Joachim Wolf
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Re: Einführung Ehrenamtsumlage

Beitragvon Joachim Wolf » 19.06.2018, 14:51

Hab ich auch nicht behauptet, nur der Mehrwert für die Vereine ist nicht gegeben.
Und warum wurde eine 2016 beschlossene Ehrenamtsumlage erst im April 2018 in die Gebührenordnung übernommen?
Denn in der Gebührenordnung von April 2017 mit Änderungen vom November 2016 war der Punkt 16 Ehrenamtsabgabe noch nicht drin.

Präsi
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Re: Einführung Ehrenamtsumlage

Beitragvon Präsi » 25.06.2018, 00:25

Weil der Beschluss erst am 01.01.2018 in Kraft trat. Bislang haben wir die Beträge daher noch gar nicht eingezogen.

Im Übrigen gibt es grundsätzlich immer eine Gegenleistung für die Vereine/Sportler, z. B. Maßnahmen der Sportentwicklung/des Breitensports oder auch die gemeinsame Turnierserie.
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