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22.12.2013

Bundesliga: TTG schlägt Leipzig 6:0

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim setzt erfolgreiche Serie fort

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim setzt erfolgreiche Serie fort Dana Cechova von der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim behauptet sich knapp (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)

Bingen. Der LTTV Leutzscher Füchse 1990 hat sich zum Start in die Rückrunde beim Tabellenzweiten TTG Bingen/Münster-Sarmsheim alles andere als mit einer schwachen Leistung präsentiert, auch wenn beim 0:6 wieder einmal der Ehrenpunkt Fehlanzeige blieb. Im unteren Paarkreuz erfuhren die Bingerinnen Britt Eerland und Hana Matelova ordentlich Gegenwehr. Beste Chancen vergaben Marina Shavyrina/Kathrin Mühlbach im Doppel und Mühlbach gegen Dana Cechova im Einzel.

 

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – LTTV Leutzscher Füchse 1990: 6:0

 

Dana Cechova beißt sich durch

Der erste vorweihnachtliche Wunsch erfüllte sich für den LTTV Leutzscher Füchse 1990 bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, denn die Doppel wurden optimal getroffen. Das LTTV-Spitzenduo Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina traf auf die vermeintlich schwächere Paarung Hana Matelova/Britt Eerland. Doch die Rechnung, daraus endlich einmal etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, ging nicht auf. Ein 8:6 und 11:10 im dritten Satz konnte nicht genutzt werden, und mit einem 12:14 wurde das Auslassen dieser guten Möglichkeit bestraft. Das bedeutete nach einem 10:12, 11:6 die wichtige 2:1-Führung der Gastgeberinnen, die mit einem ebenso engen 10:12 doch noch den Ausgleich kassierten. Die Spannung im fünften Satz blieb jedoch aus, denn mit einem 11:3 waren Eerland/Matelova eindeutig die Herrscherinnen im Mäuseturm. Für Ding Yaping/Dana Cechova ergab sich ein müheloses 3:0 gegen Anna-Marie Helbig/Huong Do Thi.

 

Das nächste gute Spiel entwickelte sich wie erwartet zwischen Cechova und Mühlbach. Nach einem 11:3, 9:11, 5:11, 2:5 sah die Spitzenspielerin der Fähen schon wie die sichere Siegerin aus, doch die Tschechin kippte den Satz überraschend zum 11:5. Und so musste wie schon in der Hinrunde der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Abwehrass Ding Yaping hatte längst Zeit zur Muße, denn Shavyrina wusste der besten Spielerin der Liga nicht das Wasser zu reichen. Mühlbach lief anfangs einem Zwei-Punkte-Rückstand hinterher, beim 5:5 war wieder alles offen. Doch wie gewonnen so zerronnen, bis zum 9:5 verfügte Cechova über eine starke Phase. Nach einem 10:7 fiel der Mannschafts-EM-Dritten letztendlich beim knappen 11:9 ein dicker Stein vom Herzen.

Huong Do Thi setzt positive Akzente

 

Huong Do Thi von den LTTV Leutzscher Füchsen 1990 zieht sich hervorragend aus der Affäre (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Huong Do Thi von den LTTV Leutzscher Füchsen 1990 zieht sich hervorragend aus der Affäre (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)

Die Nummer drei der Gäste Do Thi verkaufte sich dann gegen Eerland mehr als teuer, denn beim 9:8 im vierten Satz stand die 19-Jährige gegen die Mädchen-Europameisterin von 2010 kurz vor dem 2:2-Ausgleich. Mit einem 11:9 setzte die Niederländerin aber ihren Siegeszug mit dem achten Punkt im Einzel in Serie fort. Helbig schaffte schließlich gegen Matelova nicht den lange herbeigesehnten Ehrenpunkt, sodass die Leipzigerinnen mit leeren Händen abreisen mussten. „Im Doppel agierten Marina und Kathrin taktisch nicht optimal. Immerhin wehrten sie im ersten Durchgang einen Satzball ihrer Gegnerinnen ab. Cechova erwischte im vierten Satz einen Lauf und traf einfach alles. Marina machte ihr bislang bestes Spiel gegen Ding Yaping, das spiegeln die Satzergebnisse nicht unbedingt wider. Es gab durchaus längere Ballwechsel, und unsere neue Mannschaftsführerin Huong zeigte ebenfalls ein sehr gutes Spiel. Anna-Marie verlor den dritten Satz 13:15, den hätte sie sich eigentlich verdient gehabt. Wir wehrten uns immerhin ein dreiviertel Stunden“, sagte LTTV-Pressesprecher Lars Wittchen.

„Mir wurde von Linda Renner der Ordner feierlich übergeben, und ich war noch nie Mannschaftsführerin. Ich war mit meiner Leistung zufrieden. Anfangs hatte ich Probleme mit den Aufschlägen von Britt, aber dann konnte ich sie ein wenig ärgern. Ihr war anzumerken, dass sie für ihren Sieg kämpfen musste. Anna-Marie fehlte ein Quäntchen Glück zum Satzgewinn, das war schade“, berichtete Do Thi.

„Britt und Hana kämpfen um jeden Ball und jeden Punkt, sie ziehen das durch. Der Erfolg von Dana war schön. Zwei gute Bälle in Folge brachten sie zurück ins Match. Wir konnten die beiden engen Spiele gewinnen, sodass wir rundum zufrieden sind, ebenso mit den 182 Zuschauern. Über die 14:2 Zähler freuen wir uns sehr. Alle Spielerinnen verbringen die Feiertage mit ihren Familien oder Freunden, um sich dann entsprechend auf das Final Four vorzubereiten“, erklärte TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach.

 

Quelle: www.tischtennis.de