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Sport Da/He
19.01.2014

Bundesliga: TTG verliert gegen Tabellenführer Berlin

Hinteres Paarkreuz gibt den Ausschlag

Der ttc berlin eastside ist nicht zu stoppen

Der ttc berlin eastside ist nicht zu stoppen Shan Xiaona bereitet sich selbst ein schönes Geburtstagsgeschenkschenk (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)

Bingen. Auch mit einem neuen Zuschauerrekord in dieser Saison von 302 im Rücken hat die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim den favorisierten ttc berlin eastside im Spitzenduell nicht zu Fall bringen können. Immer wenn es die Situation erforderte legte der Tabellenführer, der am Freitagabend schon ein grandioses 3:1 im ersten Champions-League-Halbfinale gegen die Linz AG Froschberg feierte, einen Zahn zu. Entscheidend wirkte sich ein 2:0 in den Doppeln nach hartem Fight zu Gunsten der Bundeshauptstädterinnen aus.

 

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – ttc berlin eastside: 1:6

 

Ding Yaping bleibt der Ehrenpunkt vorbehalten

 

An der richtigen Einstellung und Kampfbereitschaft gab es bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim nichts zu deuteln, denn mit viel Druck in den Doppeln glückte den Gastgeberinnen gegen den ttc berlin eastside ein spannender Start, der sich allerdings mit einem 0:2 richtungsweisend auswirken sollte. Auch die große Fangemeinde, die trotz der Verschiebung um einen Tag, den Weg in den Binger Mäuseturm fand, konnte den Gegner nicht wirkungsvoll aus dem Rhythmus bringen. Letztendlich sprach der fünfte Satz bei Georgina Pota/Kristin Silbereisen und Shan Xiaona/Irene Ivancan eine deutliche Sprache.

In den Einzeln nahm die Überlegenheit der Bundeshauptstädterinnen zu, lediglich Ding Yaping unterbrach den Lauf der Gäste mit einem 11:9, 8:11, 11:5, 13:11 gegen Pota. Dana Cechova erspielte sich gegen die Deutsche Meisterin Shan Xiona im vierten Durchgang mit 10:8 eine gute Chance zum Satzausgleich, doch wie schon in den Doppeln, das bessere Ende gehörte mit 12:10 der Penholderakteurin. „Das wollte nichts heißen, denn Shan hatte Aufschlag. Ich schaffte insgesamt höchsten dreimal einen Return. Im Doppel führten Ding Yaping und ich 2:0 in den Sätzen. Unsere Gegnerinnen agierten sehr gut gegen Abwehr, und sie dachten sicherlich, dass es einfacher wird. Ein Topspin reichte aber nicht. Doch sie sind natürlich so erfahren, dass sie mit einer taktischen Umstellung doch noch zum Erfolg kamen“, berichtete die Nummer zwei der TTG Cechova.

Im unteren Paarkreuz bestätigten sich bei Britt Eerland die Probleme gegen defensive Spielsysteme. Die Niederländerin scheiterte mit 0:3, allerdings nicht unerwartet, gegen Ivancan. Hana Matelova packte gegen Silbereisen keinen Satzgewinn, nachdem ein 10:9 im ersten Durchgang verpuffte.

Shan beschenkt sich selbst

Das Qualitätsmerkmal meisterlich entwickelte schließlich Shan, die alle Bemühungen der bis dato besten Spielerin der Liga Ding Yaping im Keim erstickte. Die Abwehrspezialistin versuchte nach einem 1:5-Rückstand im dritten Abschnitt noch einmal alles, rückte zum 6:9 näher, doch mit einem 11:8 bereitete sich die ttc-Spitzenspielerin selbst ein schönes, nachträgliches Geschenk zu ihrem 31. Geburtstag.      

„Das 2:0 in den Doppeln war schon ein großer, großer Vorteil. Ich musste Shan und Irene erst sagen, dass sie sich besser bewegen müssen. Doch nach dem schweren Champions-League-Spiel war das nicht ganz einfach, die Mannschaft war emotional müde. Die Qualität und die Form war jedoch in Ordnung, und fünf beziehungsweise sechs Punkte Vorsprung vor unseren Verfolgern bedeuten ein gutes Polster in Richtung Deutscher Meisterschaft“, sagte ttc-Trainerin Irina Palina.

„Die Doppel hätten auch anders ausgehen können, aber vor allem hinten ist Berlin einwandfrei am stärksten von allen Mannschaften besetzt, da müssen unsere jungen Spielerinnen noch Erfahrungen sammeln. Shan präsentierte sich überragend, ein 3:0 gegen Ding Yaping will schon was heißen. Demnach geht der Sieg für den ttc auch in Ordnung“, erklärte TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach.

Quelle: www.tischtennis.de