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07.10.2019

TV Leiselheim erwartet Sisyphusaufgabe

Tischtennis – 2. Bundesliga: Aufsteiger vom Leiselheimer Trappenberg müssen erst zum Meister 1. FSV Mainz 05 und empfangen Sonntagmittag (14 Uhr) Meisterschaftsfavorit TTC OE Bad Homburg

Text zum Bild:

Steht mit seiner Tischtennis-Mannschaft des TV Leiselheim vor dem schwierigsten Doppel-Spieltag der Saison 2019/2020: Christian Kaufhold, der langjährige Leiselheimer Coach, muss mit seinem Team erst beim amtierenden Zweitliga-Champion 1. FSV Mainz 05 ran, ehe Sonntagmittag (14 Uhr) der haushohe Meisterschaftsfavorit TTC OE Bad Homburg am Trappenberg aufkreuzt.  Foto: Marcus Diehl.

 

 

Harte Zeiten für die Tischtennis-Cracks des TV Leiselheim. Der letztjährige Meister der 3. Bundesliga Süd und Aufsteiger in die bundesweite 2. Bundesliga musste an den ersten beiden Spieltagen der Saison 2019/2020 ordentlich Lehrgeld zahlen, steht erst einmal am Tabellenende der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Die beiden Auftakt-Partien bei TuS Celle (4:6) und gegen den 1. FC Saarbrücken-TT II (3:6) gingen höchst unglücklich verloren. „Es hört sich komisch an, aber wir könnten auch schon drei oder vier Punkte haben“, sagt Christian Kaufhold. Der erfahrene Tischtennis-Trainer vom Leiselheimer Trappenberg ergänzt: „Das ist alles eng und denkbar bitter gelaufen, aber wir sind Aufsteiger und haben gezeigt, dass wir in der Liga mitspielen können.“

 

TV Leiselheim geht zweimal als Außenseiter an die Tische

 

Mitspielen ist auch sicherlich die erste Vorgabe für die Kaufhold-Truppe am ersten Doppel-Spieltag der neuen Saison. Und dieser könnte kaum schwieriger sein, müssen die Wormser doch Samstagabend (18 Uhr) zunächst beim amtierenden Meister 1. FSV Mainz 05 im mit Spannung erwarteten rheinhessischen Lokalderby Farbe bekennen, ehe Sonntagmittag (14 Uhr) der haushohe Meisterschaftsfavorit TTC OE Bad Homburg seine Visitenkarte am Leiselheimer Trappenberg abgibt. „Wir sind krasser Außenseiter“, weiß Christian Kaufhold um die Schwere der beiden Aufgaben. Ähnlich wie Sisyphus seinerzeit in der griechischen Mythologie müssen die Männer vom Trappenberg dabei quasi einen Felsblock auf einen Berg hinaufwälzen, der, am Gipfel angelangt, jedes Mal wieder ins Tal zu rollen droht.

 

Rheinhessisches Lokalderby als Werbung für den Tischtennis-Sport

 

Rein sportlich und von der Stimmungslage her gesehen steht für die Wormser natürlich das Lokalderby beim 1. FSV Mainz 05 im Fokus.Wir wollen alle, dass dies ein schöner Tischtennis-Abend wird und beide Vereine, die ein sehr gutes Verhältnis verbindet, Werbung für den Tischtennis-Sport betreiben“, sagt Leiselheims Tischtennis-Chef Peter Dietrich, der betont: „Die Jugend soll bei dem Spiel voll auf ihre Kosten kommen.“ Haben sich die Mainzer Verantwortlichen um Tischtennis-Manager Uwe Höfer und Tischtennis-Abteilungsleiter Werner Döbbelin doch etwas Besonderes ausgedacht. Alle Schüler und Jugendliche mit Betreuern aus der Tischtennis-Region können das Derby kostenlos besuchen. Als Favorit geht sicher die sehr junge „Boy-Group“ der Mainzer um die beiden schwedischen Spitzenspieler Simon Berglund und Simon Söderlund in die Partie. Doch Leiselheims Coach Christian Kaufhold hofft darauf, „dass wie bei anderen Sportarten auch Lokalderbys ihre eigenen Gesetze haben“.

 

Zweitliga-Überflieger gastiert am Leiselheimer Trappenberg

 

Eigene Gesetze dürften auch für das Heimspiel gegen den TTC OE Bad Homburg gelten. Alle Trainer der 2. Bundesliga sehen die Hessen am Ende der Saison als Meister. Genau in die Rolle schlüpfte der Zweitliga-Überflieger aus dem Hochtaunus auch sogleich mit drei glatten Siegen. Welches Kaliber da am Sonntagmittag am Trappenberg aufschlägt, lässt sich alleine schon am QTTR-Wert von Samuel Kulczycki ablesen. Mit 2342 Punkten bringt die polnische Nummer vier im Kader des Tabellenführers etwa eine um sechs Punkte bessere Leistungs-Maßzahl als Leiselheims Topspieler Youssef Abdel-Aziz mit. Für Christian Kaufhold steht deshalb fest: „Besseres Tischtennis als das, was die vier Asse aus Bad Homburg anbieten, hat man am Leiselheimer Trappenberg wohl noch nie gesehen.“ Und: „Da müssen wir aufpassen, nicht komplett unter die Räder zu kommen.“

 

1. FSV Mainz 05 vs. TV Leiselheim am Samstag, 12. Oktober 2019, 18:00 Uhr

(Sporthalle der BBS, Am Judensand 8-12, 55122 Mainz)

TV Leiselheim vs. TTC OE Bad Homburg am Sonntag, 13. Oktober 2019, 14:00 Uhr

(Sporthalle TVL, Zum Trappenberg 21, 67549 Worms-Leiselheim)

Die Kader der Teams:

TV Leiselheim: TVL-Trainer Christian Kaufhold vertraut auf Youssef Abdel-Aziz (Alter: 19 Jahre, Nation: Ägypten, QTTR-Wert: 2336); David McBeath (27, England, 2299); Vadim Yarashenka (23, Weißrussland, 2249); Medardas Stankevicius (19, Litauen, 2241); Vladimir Anca (20, Deutschland / Rumänien, 2179).

1. FSV Mainz 05: Der amtierende Zweitliga-Meister aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz hat einen sehr jungen Kader: Simon Berglund (21 Jahre, Schweden, 2344); Simon Söderlund (19, Schweden, 2266); Maciej Kubik (16, Polen, 2272); Cedric Meissner (19, Deutschland, 2221); Luka Mladenovic (20, Luxemburg, 2246).

TTC OE Bad Homburg: Die Hessen aus dem Heilbad Bad Homburg im Hochtaunus gelten als klarer Favorit auf die Meisterschaft: Harmeet Desai (26, Indien, 2403); Rares Sipos (20, Rumänien, 2391); Lev Katsman (18, Russland, 2373); Samuel Kulczycki (17, Polen, 2342).

 

Quelle: TV Leiselheim