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Sport Da/He
10.02.2020

Abziehbild der kompletten Saison

Tischtennis – 2. Bundesliga 2019/2020: TV Leiselheim muss im rheinhessischen Lokalderby gegen Zweitliga-Spitzenreiter 1. FSV Mainz 05 erneut 4:6-Pleite quittieren

Text zum Bild:

Vladimir Anca zeigte im rheinhessischen Lokalderby der 2. Tischtennis-Bundesliga zwischen dem TV Leiselheim und 1. FSV Mainz 05 seine beste Saisonleistung. Am Ende unterlagen die Nibelungenstädter aber doch wie so oft in dieser Saison 2019/2020 mit 4:6.  Foto: Felix Diehl.

 

 

3:6 oder 4:6, das ist das Standard-Resultat des TV Leiselheim bei seinen Meisterschaftsspielen in der 2. Tischtennis-Bundesliga. Acht von zwölf seiner Partien seit dem Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Deutschlands Mitte 2019 haben die Tischtennis-Cracks vom Leiselheimer Trappenberg so verloren. Das mit Spannung erwartete rheinhessische Lokalderby gegen den amtierenden Zweitliga-Meister 1. FSV Mainz 05 bildete da keine Ausnahme. Beide Teams hatten mit personellen Problemen zu kämpfen. Den 05ern fehlten der Schwede Simon Berglund und der deutsche U23-Nationalspieler Cedric Meissner wegen der Teilnahme an einem Turnier in Spanien. TVL-Coach Christian Kaufhold musste auf Youssef Abdel-Aziz im vorderen Paarkreuz verzichten. Der 19-jährige Ägypter musste in Kairo bei der Armee vorstellig werden. In die Bresche sprang der Leiselheimer Coach selbst. Am erneuten 4:6 seiner Farben – wie schon im Hinspiel – änderte auch Christian Kaufhold nichts.

 

0:4 zur Pause wirkt wie ein Keulenschlag

 

„Irgendwie schaffen wir es diese Saison immer, dass wir es nicht schaffen zu punkten oder zu siegen“, resümierte Christian Kaufhold nachher. Der 40-jährige Tischtennis-Fachmann stellte zugleich fest: „Mit Youssef im Team hätten wir wohl gewonnen.“ Hätte, wäre, wenn – im Konjunktiv gibt’s nun Mal keine Siege. Am Tischtennis-Tisch zählt es. Und dort lief es zunächst für die Wormser, wie es in dieser Saison fast immer lief. Leiselheim hielt prima dagegen, kam in den beiden Doppeln in den fünften Satz, kam durch den nach vorne gerückten Medardas Stankevicius zu zwei Matchbällen im vierten Satz gegen den 16-jährigen polnischen Youngster Maciej Kubik. Das Ende der Bemühungen um Punkte war freilich in den ersten vier Matches der Begegnung immer das gleiche: Mainz 05 ging als Sieger vom Tisch. „0:4 zur Pause nach einer eigentlich guten Leistung“, schnaufte Christian Kaufhold tief durch: „Das fühlte sich wie ein Schlag mit der Keule ins Genick an.“

 

Mainz 05 ist glücklicher Sieger

 

Sei’s drum. Leiselheim rappelte sich angesichts einer drohenden Klatsche auf. Vladimir Anca, David McBeath, Medardas Stankevicius und erneut der prima aufgelegte Vladimir Anca brachten die Wormser auf 4:5 heran. Es war nun an den beiden Ersatzleuten Christian Kaufhold und dem erst 16 Jahre jungen Talent Joshua Klute, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Der Mainzer Regionalliga-Crack behielt die Oberhand. Mainz 05 ging erneut als 6:4-Sieger aus dem rheinhessischen Lokalderby hervor. „Schon ein wenig glücklich“, wie Marcel Müller, der Coach der rheinland-pfälzischen Landeshauptstädter, tief durchatmend einräumte. Am Ende hatten die Nibelungenstädter – gleich einem Abziehbild der kompletten Saison – wieder einmal ihr Standard-Resultat auf dem Spielbogen stehen. Der Abstieg aus der 2. Bundesliga rückt somit nach nun zwei Dritteln der Spielzeit 2019/2020 ein Stückchen näher.

 

Tischtennis – 2. Bundesliga

TV Leiselheim vs. 1. FSV Mainz 05  4:6 Spiele / 19:20 Sätze

Punkte TVL: David McBeath, Medardas Stankevicius, Vladimir Anca (2).