Logo

.

Verbandsinfos
15.04.2020

DOSB-Positionspapier: Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sports

SPORTDEUTSCHLAND bietet aktive Mithilfe an

Der DOSB hat für die schrittweise Rückkehr in ein normales gesellschaftliches Leben nach Ende der aktuell notwendigen Kontaktsperren auf Grund der Corona-Pandemie der Bundesregierung und den 16 Landesregierungen seine aktive Mithilfe angeboten. Gemeinsam mit führenden Sportmedizinern hat er ein Positionspapier zur Wieder-Aufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens in Deutschland entwickelt. Dabei unterbreitet der DOSB einen Vorschlag, wie die notwendige Solidarität und Vorsicht auf Grund der Pandemie mit einer Wieder-Aufnahme von Bewegung und Sporttreiben im Verein auf der Basis angepasster Regeln kombiniert werden kann.

Der DOSB gibt konkrete übergeordnete Leitlinien vor, deren sportfachliche Ausgestaltung in angepassten Übergangs-Regeln jeweils in den Händen der verantwortlichen nationalen Fachverbände liegen soll.

Die 10 Leitplanken des DOSB:

- Distanzregeln einhalten
- Körperkontakte auf das Minimum reduzieren
- Freiluftaktivitäten präferieren

- Hygieneregeln einhalten
- Umkleiden und Duschen zu Ha
use
- Fahrgemeinschaften vorübergehend aussetzen
- Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen und Feste unterlassen

- Trainingsgruppen verkleinern
- Angehörige von Risikogruppen besonders schützen

- Risiken in allen Bereichen minimieren


Unter diesen
Leitplanken die Mitglieder in den rund 90.000 Sportvereinen in SPORTDEUTSCH-LAND stufenweise wieder zu aktivieren und sie in ihrer Eigenverantwortung und ihrem zivilgesell-schaftlichen Engagement zu stärken, indem sich der autonome Sport selbst angepasste Regeln in Zeiten von Corona auferlegt, hat unzählige Vorteile:

- Menschen kommen wieder in Bewegung und stärken dabei ihr Immunsystem
- Menschen finden beim Sporttreiben einen Ausgleich in schwierigen Zeiten,
- Sportvereine und ihre Trainer*innen sind wieder akt
iv für ihre Mitglieder da
- soziale Bindungen werden trotz Wahrung der Distanz wieder aktiviert
- Menschen können wieder selbstbestimmter ihr Leben gestalten

- zivilgesellschaftlich organisierter Sport finanziert sich wieder selbst.

„Wir sehen die aktuelle Positionierung als wertvolles Signal an die Bundes- und Landespolitik, dass sich der autonom organisierte Sport sehr verantwortungsbewusst auf eine Übergangsphase nach den Kontakteinschränkungen und ein darauf angepasstes Sportangebot vorbereitet“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Wir haben in den vergangenen Wochen mit Freude festgestellt, wie solidarisch, besonnen und wertebasiert sich die Sportgemeinschaft verhalten und die doch einschneidenden Maßnahmen vorbildlich umgesetzt hat. Mit dem Angebot eines nunmehr angepassten Sportangebots mit „Abstand“ wollen wir bei der Politik das Vertrauen in die Selbstorganisation des Sports stärken. Gerade der Sport wird ein unverzichtbarer Bestandteil zur Rückkehr in eine bewegte Gesellschaft sein."

Quelle: DOSB